Mass Effect ist das Vorzeige-Rollenspiel von Electronic Arts. Die Hoffnung war sehr klein als es hieß, dass nach der Trilogie schluss sein soll. So hoch ist die Freude, dass man das Francise doch noch fortsetzt und nun mit Mass Effect Andromeda einen weiteren Teil veröffentlicht, welcher die Geschichte des Mass Effect Universums weiterspinnen soll. Wir haben uns den Titel mit Unterstützung durch Electronic Arts einmal angesehen und möchten euch in einem Textreview einmal die Vorzüge, aber auch die Kritikpunkte des Spiels einmal näher bringen.

 

Es war einmal ..

Das Spiel beginnt im Jahre 2819, also rund 700 Jahre nach den Geschehnissen aus Mass Effect 3. Die Andromeda Initiative versucht Lebensraum für die unterschiedlichen Rassen zu expandieren, weswegen sie im Jahre 2185 vier Archen in die Andromeda Galaxie sendet. Jede Arche verfügt über Kolonisten, einen Pathfinder und eine KI mit dem Namen SAM (Simulierte Adaptive Matrix), die Planeten in der Galxie kolonisieren und wohnbar machen sollen. Als Knotenpunkt für die vier Archen dient die Raumstation Nexus, die in halbfertigen Zustand auf die Reise geschickt wurde. Später jedoch kollidiert diese Raumstation mit der Geißel und tritt eine Reihe unvorhergesehener Konsequenzen los.
Auf der Hyperion, eine der Archen, sind auch Scott und Sara Ryder im Kryo-Schlaf. Die Kinder von Alec Ryder, welcher der Pathfinder an Bord ist. Auch die Hyperion prallt mit der Geißel zusammen und wird beschädigt, weswegen sich der Pathfinder dazu entscheidet den Planeten Habitat-7 anzusteuern, um eine Rückzugsmöglichkeit zu haben. Auf dem Planeten selber findet er aber ein seltsames Konstrukt, welches ihn bei der Aktivierung tötet. Ab hier übernimmt eines seiner Kinder den Dienst des Pathfinders, in dessen Rolle wir fortan schlüpfen. Der Zwilling bleibt verletzt auf der Krankenstation zurück. Später kommt die Hyperion bei der Raumstation Nexus an und hier beginnt das Abenteuer Fahrt aufzunehmen.

 

 

Machen wir uns einen Charakter

Je nachdem, für welches Geschlecht wir uns entscheiden, können wir einen der Ryder Zwillinge steuern. Dieser Charakter lässt sich durch den Editor entsprechend Anpassen und nach unseren Vorlieben gestaltet. Danach müssen wir nun dafür sorgen als Pathfinder bei den verschiedenen außerirdischen Völker akzeptiert zu werden, denn wir treten nun als Grünschnabel in die Fußstapfen des Vaters, welcher ein angesehenes Initiative-Mitglied war. Wie aus Mass Effect bekannt, müssen wir uns zu Beginn des Spiels für eine Klasse entscheide. Dies wird allerdings im späteren Verlauf des Spiels aufgehoben und wir können alle möglichen Talente erlernen. Dies bringt eine wahrlich große Variation an spielbaren Klassenkombinationen mit sich und passt sich bestens an den Spielstil des Spielers an.

Das Geschehen in Mass Effect Andromeda wird durch Dialoge und Videos vorangetrieben. Die Dialoge werden mittels des bekannten Dialog-Rades in vier unterschiedliche Stile gelenkt. Hier können wir entweder “Emotional”, “Logisch”, “Professionell” oder “Lässig” auf Situationen und Fragen antworten. Allerdings fehlte uns hier der Tiefgang der einzelnen Charaktereigenschaften. Antworten wir nur lässig, fährt Ryder mal ein kecker Spruch über die Lippen, allerdings driftet es nie zu weit in das Negative. Wir hätten uns gewünscht auch mal das A**loch zu sein, welches selbstsicher und in gewisser Weise auch hochnäsig herüber kommt.

Wir müssen allerdings nicht immer nur in Gesprächen herhalten und unsere Beziehung zu den Menschen um uns herum entwickeln, sondern auch als Pathfinder wichtige Entscheidungen treffen. Die Konsequenzen der Entscheidungen sind nicht immer direkt ersichtlich und können auch im späteren Spielverlauf erst eine Kerbe schlagen. Allerdings ist uns auch aufgefallen, dass egal wofür ihr euch beim ersten Durchlauf entscheiden solltet, auch die andere Option die selben Auswirkungen auf einige Kernaspekte des Spiels haben. Schade eigentlich, denn Potential hat dieses System und es ist interessant zu sehen, welche Auswirkungen eine Entscheidung haben kann beziehungsweise, wie weitreichend sie sein kann.

 

 

 

 

 

 

 

 

Power of Frostbite Engine

Grafisch brilliert dieses Spiel, da es als erstes Action-Rollenspiel die Frostbite Engine einsetzt. Dank der fortschrittlichen Technik der Engine wird es möglich sein 4K und HDR10 Inhalte, zumindest auf einem PC, wiederzugeben.

Angekündigt waren, wie z.B. auch bei >>No Men´s Sky<<, dass die Welt aus vielen Sonnensystemen prozedual berechnet werden würde. Dies nahm dann mit der Zeit leider ab. Es gibt 7 unterschiedliche Planeten, die durch Hand generiert wurden und besuchbar sind. Ansonsten verfügt das Spiel über eine Vielzahl von Sonnensystemen, die wir zwar bereisen können, die allerdings nicht direkt besuchbar sind. Was ihr allerdings von ihnen Abzweigen können sind Rohstoffe für die Entwicklung neuer Technologien. Hört sich alles ziemlich wenig an, ist es aber eigentlich gar nicht wirklich, denn BioWare gibt uns den

Auch die Welt profitiert natürlich von der Frostbite Engine, denn Landstriche sind sehr unterschiedlich und individuell gestaltet – jedenfalls diese, die von Hand designed wurden. Die anderen Sonnensysteme und Planeten können wir lediglich durch das Raumschiff betrachten, sehen aber auch fantastisch aus. Die Level sind fablich sehr abwechlsungsreich gestaltet und lediglich der Hub – die Raumstation Nexus – macht hier eine Ausnahme. Hier wirkt die Welt ein wenig steriler als die rauen Planetenoberflächen. Wenn es denn aber mit dem Nomad auf Entdeckungstour geht, dann können wir wunderschöne Sonnenauf /-untergänge oder Felsformationen betrachten – ein schönes Zusammenspiel der Engine mit dem Quellcode.

Lediglich eine Sache stört uns an dem Spiel gewaltig und das ist die Animation der Gesichter. Hier hat sich BioWare regelrecht in den Fettnapf rein gesetzt. Wenn wir die Gespräche bzw. die Optionen der Antworten mit den Gesichtern vergleichen, dann stimmen diese nicht 1:1 überein oder aber sagen etwas anderes aus. Hier hat BioWare schon Änderung versprochen. Es ist schon ein wenig deprimierend, wenn man eine Romanze beginnen möchte und die Mimik des gegenüber ist sehr widersprüchlich.

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ÜBERBLICK DER REZENSIONEN
Gameplay
89 %
Grafik
95 %
Inhalt
90 %
Preis / Leistung
90 %
Multiplayer
85 %
Spielspaß
87 %
TEILEN
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